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<title>Rudolf Opitz (Pilot)</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Rudolf Opitz (Pilot)</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p><b>Paul Rudolf Opitz</b> (* <a href="9._August" title="9. August">9. August</a> <a href="1910" title="1910">1910</a> in Landeshut, jetzt: <a href="Kamienna_G%C3%B3ra" title="Kamienna Góra">Kamienna Góra</a>; † <a href="1._Mai" title="1. Mai">1. Mai</a> <a href="2010" title="2010">2010</a> in <a href="Stratford_(Connecticut)" title="Stratford (Connecticut)">Stratford (Connecticut)</a>) war ein deutscher <a href="Segelflug" title="Segelflug">Segelflieger</a> und <a href="Testpilot" title="Testpilot">Testpilot</a>.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Leben">Leben</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Segelflug_und_Testpilot_bei_der_DFS">Segelflug und Testpilot bei der DFS</h3></div>
<p>Opitz kam in <a href="Kamienna_G%C3%B3ra" title="Kamienna Góra">Landeshut</a>, Schlesien, zur Welt und erlernte nach der Schule zunächst das <a href="Tischler" title="Tischler">Tischlerhandwerk</a>. Bald schon entdeckte er seine Liebe zum Segelflug. Er machte seine A-Prüfung in <a href="Bogatowo_(Kaliningrad%2C_Bagrationowsk)" title="Bogatowo (Kaliningrad, Bagrationowsk)">Rossitten</a>, auf der <a href="Wasserkuppe" title="Wasserkuppe">Wasserkuppe</a> war er Flugschüler und dank seiner Ausbildung unermüdlicher Reparaturhelfer. Bis 1937 war er Segelfluglehrer und nahm erfolgreich an den <a href="Rh%C3%B6n-Segelflugwettbewerb" title="Rhön-Segelflugwettbewerb">Rhönwettbewerben</a> teil. Dann erwarb er auch die Motorflugberechtigung und wechselte zur <a href="Deutsche_Forschungsanstalt_f%C3%BCr_Segelflug" title="Deutsche Forschungsanstalt für Segelflug">DFS</a>. Hier überlebte er nur knapp einen Absturz mit <a href="Alexander_Lippisch" title="Alexander Lippisch">Alexander Lippischs</a> <a href="DFS_40" title="DFS 40">DFS 40</a>. Danach war er wiederum kurzzeitig Lehrer für <a href="Lastensegler" title="Lastensegler">Lastensegler</a> und er nahm auch als Lastenseglerpilot am 10. Mai 1940 am <a href="Westfeldzug" title="Westfeldzug">Angriff der Wehrmacht im Westen</a> teil. Es gelang ihm seine <a href="DFS_230" title="DFS 230">DFS 230</a> so präzise zu landen, dass diese mit dem letzten Schwung auf die Brücke rutschte, die ihm als Ziel zugewiesen war. Dies war gleichzeitig die einzige militärische Handlung, an der Opitz teilnahm. Für diese Tat wurde er mit dem <a href="Deutsches_Kreuz" title="Deutsches Kreuz">Deutschen Kreuz</a> in Gold ausgezeichnet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Me_163">Me 163</h3></div>
<p>Ab 1941 war er wiederum Testpilot an der <a href="Erprobungsstelle_Rechlin" title="Erprobungsstelle Rechlin">Luftwaffenerprobungsstelle Rechlin</a> und in <a href="Peenem%C3%BCnde-West" title="Peenemünde-West">Peenemünde-West</a>, wo er mit <a href="Heini_Dittmar" title="Heini Dittmar">Heini Dittmar</a> maßgeblich an der Erprobung des Raketenjagdflugzeuges <a href="Messerschmitt_Me_163" title="Messerschmitt Me 163">Me 163</a> beteiligt war. Die Me 163A V4 erreichte unter Führung von Heini Dittmar am 2. Oktober 1941 eine Geschwindigkeit von 1003,67&nbsp;km/h, der Schlepppilot in der <a href="Messerschmitt_Bf_110" title="Messerschmitt Bf 110">Me 110</a>, die das Raketenflugzeug auf Höhe brachte, war Opitz. Nachdem Dittmar wegen eines Landeunfalls ausgefallen war, unterlag ihm phasenweise alleine die Serienreifmachung der Me 163. Der erste Start der Me 163b mit Triebwerk erfolgte vor vielen Offiziellen des Dritten Reiches und wäre fast zu einer Katastrophe geworden, als wegen einer Bodenwelle das Startfahrwerk auseinanderbrach. Es gelang Opitz jedoch, das bereits beschädigte und inzwischen sehr schnelle Flugzeug von der Kufe zu starten. Es sollten noch viele gefährliche Flüge mit dem Raketenflugzeug folgen. Später bildete er Flugzeugführer für den Einsatz mit dem Raketenjäger aus. Vorübergehend war er in Vertretung <a href="Wolfgang_Sp%C3%A4te" title="Wolfgang Späte">Wolfgang Spätes</a> auch Kommandeur der <a href="Jagdgeschwader_400" title="Jagdgeschwader 400">I. Gruppe des JG 400</a>.
Am 7. Mai 1945 erlitt er noch bei einem Landeunfall mit einer Me 163 schwere Verletzungen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Leben_in_den_USA">Leben in den USA</h3></div>
<p>Nach der Genesung holte die <a href="United_States_Air_Force" title="United States Air Force">US Air Force</a> 1946 Rudi Opitz in die Vereinigten Staaten, wo er unter anderem verschiedene Schleppversuche durchführte. Dort baute er auch eine erbeutete <a href="Horten_H_IV" title="Horten H IV">Horten IV</a> wieder auf und flog mit ihr sehr erfolgreich Segelflugwettbewerbe. Ein Foto dieser Maschine ist auf dem Umschlag von <a href="Br%C3%BCder_Horten" title="Brüder Horten">Reimar Hortens</a> Autobiographie abgebildet. 1955 wurde er US-Bürger und ab 1956 arbeitete er als Testpilot für die Strahlturbinenentwicklung bei AVCO <a href="Lycoming" title="Lycoming">Lycoming</a> unter Dr. <a href="Anselm_Franz_(Luftfahrtpionier)" title="Anselm Franz (Luftfahrtpionier)">Anselm Franz</a>. Er war Mitglied der „Vereinigung der Testpiloten“. 1993 wurde er Mitglied der „<a href="National_Soaring_Museum" title="National Soaring Museum">US-Ruhmeshalle Segelflug</a>“, er trug das Internationale Segelflieger-Leistungsabzeichen in Gold der <a href="F%C3%A9d%C3%A9ration_A%C3%A9ronautique_Internationale" title="Fédération Aéronautique Internationale">FAI</a> Nr. 10.
</p><p>Bis ins hohe Alter blieb er der Segelfliegerei verbunden und war freundschaftlich mit <a href="Marske_Aircraft_Cooperation" title="Marske Aircraft Cooperation">Jim Marske</a>, <a href="Backstrom_EPB-1_Flying_Plank" title="Backstrom EPB-1 Flying Plank">Al Backstrom</a>, <a href="Paul_MacCready" title="Paul MacCready">Paul MacCready</a>, <a href="Karl_Nickel" title="Karl Nickel">Karl Nickel</a> und vielen Anderen verbunden und verfolgte interessiert die Entwicklungen im Segelflugzeugbau und speziell bei den <a href="Nurfl%C3%BCgel" title="Nurflügel">Nurflügeln</a>. Nicht zuletzt war er wichtiger Berater bei US-amerikanischer Literatur zum Thema Me 163. Kurz vor seinem 100. Geburtstag verstarb er in seiner Wahlheimat <a href="Stratford_(Connecticut)" title="Stratford (Connecticut)">Stratford (Connecticut)</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Privates">Privates</h3></div>
<p>Mit seiner damaligen Krankenschwester Hanna Boljahn führte er bis ins hohe Alter eine glückliche Ehe, aus der zwei Söhne hervorgingen. Sein Sohn Michael errang später den Titel eines US-Segelflugmeisters und vertrat auch international die USA bei Segelflug-Weltmeisterschaften.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Rudolf Storck u. a.: <cite style="font-style:italic">Flying Wings</cite>. Die historische Entwicklung der Schwanzlosen- und Nurflügelflugzeuge der Welt. Bernard und Graefe, Bonn 2003, ISBN 3-7637-6242-6.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Rudolf+Opitz+%28Pilot%29&amp;rft.au=Rudolf+Storck+u.+a.&amp;rft.btitle=Flying+Wings&amp;rft.date=2003&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=3763762426&amp;rft.place=Bonn&amp;rft.pub=Bernard+und+Graefe" style="display:none">&nbsp;</span></li>
<li><a href="Karl_Nickel" title="Karl Nickel">Karl Nickel</a>/Michael Wohlfahrt: <i>Schwanzlose Flugzeuge. Ihre Auslegung und ihre Eigenschaften</i> (= <i>Flugtechnische Reihe.</i> Bd. 3). Birkhäuser, Basel u.&nbsp;a. 1990, ISBN 3-7643-2502-X (In englischer Sprache: <i>Tailless Aircraft in Theory and Practice.</i> American Institute of Aeronautics and Astronautics, Washington DC 1994, ISBN 1-56347-094-2).</li>
<li>Stephen Ransom, Hans-Hermann Cammann: <i>Me 163 Rocket Interceptor Volume 1.</i> ISBN 1-903223-13-X.</li>
<li>Stephen Ransom, Hans-Hermann Cammann: <i>Me 163 Rocket Interceptor Volume 2.</i> ISBN 978-1-903223-13-0.</li>
<li>Reimar Horten, Peter F. Selinger: <cite style="font-style:italic">Nurflügel, die Geschichte der Horten-Flugzeuge 1933–1960</cite>. H. Weishaupt Verlag, Graz, ISBN 3-900310-09-2.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Rudolf+Opitz+%28Pilot%29&amp;rft.au=Reimar+Horten%2C+Peter+F.+Selinger&amp;rft.btitle=Nurfl%C3%BCgel%2C+die+Geschichte+der+Horten-Flugzeuge+1933-1960&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=3900310092&amp;rft.place=Graz&amp;rft.pub=H.+Weishaupt+Verlag" style="display:none">&nbsp;</span></li>
<li><a href="Wolfgang_Sp%C3%A4te" title="Wolfgang Späte">Wolfgang Späte</a>: <i>Der streng geheime Vogel Me 163. Ihre Piloten, ihre Konstrukteure, ihre Einsätze.</i> Verlag für Wehrwissenschaften, München 1983, ISBN 3-89555-142-2.</li>
<li><a href="Mano_Ziegler" title="Mano Ziegler">Mano Ziegler</a>: <i>Raketenjäger Me 163, Tatsachenbericht von einem der überlebte.</i> Motorbuch Verlag, Stuttgart 1978, ISBN 3-87943-372-0.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.segelflugmuseum.de/show.php?ID=5358&amp;psid=f0ce092720672bbb9df8f34c85ba">Nachruf auf Opitz</a> beim Deutschen Segelflugmuseum</li></ul>
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